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Justitia (dpa-Archivbild)

Laut Urteil hat der Angeklagte mit gefälschten Lohnbescheinigungen Kredite für seine Kunden erschwindelt.

Prozess

Drei Jahre Haft für Berliner Autohändler

Der frühere Chef eines Berliner Autohandels ist wegen fortgesetzter Betrügerein am Dienstag vom Berliner Landgericht zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 43-Jährige Unternehmer gefälschte Lohnbescheinigungen seiner Kunden bei Banken eingereicht hatte. Damit hätten nahezu mittellose Kunden Bankkredite erhalten, mit denen sie Autos kaufen konnten.

Der Unternehmer selbst habe Provisionen kassiert, hieß es. Die Staatsanwaltschaft ging von einer Vermögensgefährdung in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus. Sie ermittelte insgesamt 60 Betrugsfälle in den Jahren 2001 bis 2004.

Zur Prozessvereinfachung suchte das Gericht davon nach Gesprächen mit dem Ankläger und der Verteidigung 13 Fälle aus, die der Angeklagte gestand. Es sei fraglich, ob der Rest nach so langer Zeit noch aufzuklären ist, begründete die Strafkammer ihre Vorgehen.

Stand vom 09.02.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 09.02.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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